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Unsere Gesundheit ist wertvoll!

Unsere Gesundheit ist wertvoll!

Gilt sie doch als unser höchstes Gut. Da verwundert es sicher nur Wenige, dass der Markt für Nahrungsergänzung Milliarden schwer ist. 1,1 Milliarden Euro, gaben die Deutschen 2015 laut pharmazeutische Zeitung Online, für Nahrungsergänzungsmittel, hierzulande aus. Obwohl noch immer von Medizinern und Verbänden behauptet wird, sich ausgewogen zu ernähren sei völlig ausreichend, sprechen viele Fakten dagegen: Massentierhaltung, Pestizide, Wasser und Luftverschmutzung, zu guter Letzt auch die Klimakatastrophe tragen ihren Anteil dazu bei, dass wir unserer Nahrung nicht mehr trauen, gehaltvoll genug zu sein, unseren Körper mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Ballaststoffen und Aminosäuren zu versorgen.
Sind Nahrungsergänzungsmittel  nur Geldschneiderei, oder spüren die Menschen wirklich Defizite in ihrer Ernährung, in ihrem Wohlbefinden und wollen Linderung und Verbesserung in ihrer Lebensqualität, statt eines  zweiminütigen Gesprächs mit einem Arzt, der gedanklich schon zum nächsten Patienten hetzt? Arztpraxen und Krankenhäuser stehen mittlerweile im Verruf nur noch Akkordarbeit zu verrichten und ewig lange wartende Patienten, eher abzuspeisen, als zu beraten und zu behandeln. Das Bedürfnis der Menschen verantwortungsvoller mit sich und ihrer Gesundheit umzugehen, scheint echt zu sein. Die Eigenverantwortung wächst wieder und viele fangen an, dass Thema Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen. Pauschal verabreichte  Breitband-Antibiotika, in die Menge geworfen, wie Karamellen beim Karneval, kommen nicht mehr so gut an. Nach Alternativen wird gesucht! Es werden viele angeboten und einige scheinen auch vielversprechend zu sein.
Untersuchungen zeigen das unsere beliebtesten Gemüse und Obstsorten, drastisch an Nährstoffen verloren haben. Das in Bananen enthaltene Vitamin B6 hat sich gleich fast ganz verabschiedet (-95% von 1985-2002). In der beigefügten Statistik (vom Pharma-Konzern Geigy, in der Schweiz und dem Lebensmittellabor Karlsruhe, Sanatorium Oberthal) erfahren sie mehr. Auch möchte ich noch anmerken, dass ich keine aktuelleren Angaben finden konnte, verwunderlich, eigentlich, dass solche Werte nicht regelmässig nachgemessen werden. Andererseits eben auch nicht verwunderlich, wenn die Kurve sich stetig nach unten bewegt. Ohne diesen Sachverhalt bewerten zu wollen, komme ich nicht umhin, dies als auffällig zu bemerken.

US-Mediziner Al Sears meint: „Sie müssen heute zehnmal so viel Obst und Gemüse essen, um die gleiche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen wie vor 50 Jahren zu bekommen.“

Solche Aussagen von Fachleuten scheinen doch sehr alarmierend und dafür zu sprechen Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Es gilt hier nicht einfach etwas zu glauben, sondern die Zahlen zu betrachten (wie oben aufgeführt), die mehr sagen als Worte es können. Die Gründe für diese Entwicklung liegen klar auf der Hand. Kunstdünger und Gifte, sogenannte Pflanzenschutzmittel, unreife Ernten, UV Strahlung, lange Transportwege und Lagerzeiten, führen zu genau diesen Resultaten.  Nun kann man aber auch nicht einfach in den Raum stellen, dass hier eine Lobby dahintersteht, der es nur um den Profit geht, dass wäre zu einfach. Obwohl eine hohe Gewinnspanne, gerade in der westlichen Welt, ganz klar eine wichtige Rolle spielt. Gesundheit und Schönheit ist sehr werbewirksam und ertragsreich. Wir erleben das täglich: Im Fernsehen, in Magazinen und online. Wie ein Hamsterrad dreht sich emsig fast alles in Spots und Anzeigen ums schön, schlank und erfolgreich sein. Die Spirale dreht sich mit der Mehrung von Lebensjahren, immer schneller und entsprechend höher muss der Aufwand sein, um mit zu halten. Ein Kollaps ist so gut wie vorprogrammiert und wir schlittern ins Burn Out.
Es darf auch nicht unter den Teppich gekehrt werden, dass die Weltbevölkerung immens wächst und dadurch  die vollen Auftragsbücher bei der Agrar und Fleischindustrie entstehen. Erschwerend und verheerend, weil unabsehbar, was hier auf lange Sicht passieren wird, mit Mensch und Umwelt, kommt hinzu, dass in den USA vermehrt genetisch verändertes Saatgut verwendet wird und dadurch, weil es der große Bruder vormacht, auch in Europa kräftig nachgezogen wird.
Das Schlusslicht bilden wir selbst: Wir essen einfach zu viel! Am liebsten wenig Nahrhaftes mit vielen Kalorien, also wenig Nährstoffe, aber viele Füllstoffe. Deshalb schreibt Hans-Günter Berner in seinem Buch „An vollen Töpfen verhungern“ zu recht:

„Unsere Nahrung ist nichts mehr wert! Wir essen und essen und werden nicht mehr richtig satt.“

Laut Spiegel Online sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen in der Europäischen Union  übergewichtig und jeder sechste sogar fettleibig. Dies geht aus einem Bericht der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor. Wo Deutschland in der Statistik weit oben steht die Deutschen sind demnach dicker als der EU-Durchschnitt. Die einfache Konsequenz, dieser Spirale zu entkommen, wäre die Nahrungsaufnahme zu halbieren und die dafür verwendeten Produkte aus biologisch und ökologisch unbedenklichen Geschäften und  Höfen zu kaufen. Wir würden weniger essen, qualitativ bessere Produkte erhalten und die Massentierhaltung und den maßlosen Einsatz von Mitteln wie Glyphosat weniger unterstützen. Dennoch ist dies vermutlich leichter gesagt als getan, sich nach Biomassstäben korrekt zu ernähren ist um einiges teurer, als gewöhnliche Lebensmittel aus dem Discounter zu konsumieren. Eine mehrköpfige Familie, mit durchschnittlichem Einkommen, dürfte schnell an ihre Grenzen kommen, was das Monetäre betrifft. Zumindest Besserung könnte hier wirklich eine Zufütterung von wichtigen Stoffen sein. Paradoxerweise werden wir aber, trotz unseres angeblichen Nährstoff-Engpasses, immer älter, unsere Lebenserwartung steigt (im Durchschnitt) jährlich, um ein paar Monate.
Wie kommt es dazu das beides gleichzeitig stattfinden kann? Ein Indiz könnte natürlich der Wandel im Bewusstsein der Menschen sein, sich gesünder zu ernähren und auch zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen (ein Teil der Bevölkerung tut dies aktiv), Antibiotika und allerlei lebensverlängernde Maßnahmen, die wir der Schulmedizin verdanken, spielen eine große Rolle, weniger Kriege (zumindest innerhalb Europas), können Faktoren sein. Bei genauer Betrachtung muss aber die Qualität unter die Lupe genommen werden und nicht die Quantität. Fit und gesund zu sein bis ins hohe Alter mit einer regen Teilnahme am Leben, ist etwas völlig anderes, als mit 96 zu sterben und vorher 10 Jahre, oder länger,  an ein Bett gefesselt zu sein und vor sich hin zu vegetieren. Medizinische Geräte erfüllen ihre Aufgabe wunderbar und statistisch gesehen hat dieser Patient ein sehr hohes Alter erreicht, aber würde er diese Zeit, diese letzten Jahre des Dahinsiechens, selbst auch als qualitativ wertvolle Lebensjahre bezeichnen? Vermutlich nicht! Wir wollen alt werden, aber nicht alt sein unser Bestreben lange auf diesem schönen Planeten zu weilen geht also Hand in Hand mit dem Wunsch dies bei geistiger und körperlicher Gesundheit zu tun, wir wollen bewusst alt werden und lange leben!
Die Qualität der meisten unserer Altenheime scheint da, aber eher die Messlatte ganz unten zu haben. Immer mehr Berichte tauchen auf über katastrophale Verhältnisse in Heimen und Vernachlässigung scheint an der Tagesordnung zu sein. Auch für diese Zustände gibt es Gründe: Personalnot, Geldnot, Zeitnot. Da ich dieses Thema für sehr wichtig erachte, gerade unter der Prämisse, dass unsere Bevölkerung immer älter wird und somit die Alten immer mehr, füge ich ein Interview mit bei. Und würde mich freuen, wenn es viele lesen. Dies ist kein Artikel gegen die Schulmedizin! Hand aufs Herz, wer einen Blinddarmdurchbruch hatte, weiß mit tiefer Dankbarkeit zu schätzen, dass der Chirug, der ihn aufgeschnitten…
Hier haben Heilpraktiker und Anwender von sogenannten Naturverfahren große Fortschritte gerade  in den letzten 20 Jahren gemacht, was ihr Öffentlichkeitsbild angeht und sich zu Recht einen  besseren Stand in der Gesellschaft erarbeitet, als es zuvor noch der Fall war. Mittlerweile halten auch immer mehr „natürliche“ Verfahren, wie beispielsweise Akupunktur aus der traditionellen chinesischen Medizin Einzug in Praxen unserer Hausärzte und Orthopäden und die Kosten solcher Behandlungen werden von den gesetzlichen Kassen größtenteils übernommen.
Die Grenzen werden fließender und Gebiete der Naturheilkunde vermischen sich mit denen der Schulmedizin, Symbiosen entstehen, was ich lobend anmerken möchte. Denn was ist schöner als von den Vorzügen beider profitieren zu können? Denn eines ist doch ganz klar: Wer heilt hat Recht! Hier darf kein Platz sein für Fehden zwischen Fronten. Fokus darf hier einzig und allein auf dem Patienten und dessen Genesung liegen.

Der Mensch ist der Mittelpunkt!

Die Ganzheitliche und komplexe Betrachtung verschiedener Krankheitsbilder findet immer mehr Anerkennung, zumal sich der Zweig der Psychosomatik stärker durchsetzt. Wir erkennen immer mehr das Zusammenspiel von Körper und Seele und wie wichtig es ist das zwischen beiden Harmonie herrscht. Das bedeutet eine ganzheitliche Behandlung findet auf  verschiedenen Ebenen statt, die miteinander interagieren. Immer klarer stellt sich heraus das dies für eine Genesung, unerlässlich ist. Das Puzzle muss als ganzes zusammengefügt werden, denn die Betrachtung eines einzelnen Teilchens, macht selten ein rundes Bild.

Gibt es Wundermittel?

So ziemlich jedes Jahr hat ein neues, oder eines aus alten Zeiten, wiederentdecktes, Kraut, ein Strauch, oder  eine besondere Teemischung, ein Pilz oder eine Wurzel, seinen großen Auftritt, serviert auf einem goldenen Tablett, begleitet von Fanfaren, wie der Aufstieg eines Phönix aus der Asche,  in der Naturheilkunde, Alternativmedizin, oder Szene für natürliches Anti-Aging. Wir hatten Kreuzkümmel, Puh Erh Tee, Mate, Aloe Vera, Ginseng und viele, viele mehr. Der Hype um jeden dieser Kandidaten als amtierendes Wundermittel war  groß. Jeder namenhafte Verlag veröffentlichte Sachbücher, mit unzähligen Tips und Hochglanz-Fotos, bespickt mit Schlauen Zitaten von Philosophen oder anderen wichtigen Persönlichkeiten. Die Botschaft war immer gleich: Wie konnte dieses Kraut nur jemals in Vergessenheit geraten sein und wer bist Du das Du davon nicht Säcke im Schrank hast. Erwischt! Wenn Dich dein schlechtes Gewissen, Dir und deiner Gesundheit gegenüber nicht zum Kauf zwang, dann spätestens Dein unmittelbares Umfeld, in dem von nichts anderem mehr gesprochen wurde und eine Tasse Tee nach der anderen aufgebrüht wurde, weil wir uns ja alle immer nur Gutes tun wollen. Dieses Hoch hielt nie lange an. Es sei nun dahin gestellt, ob die Wirkung nicht ausreichend war, oder das Interesse sank. Meistens wohl weil der nächste Kandidat auf dem weg war, dem Wundermittel, den rang abzulaufen. Das innere Verlangen, den Hype zu spüren und Teil dieser neuen Fangemeinde zu sein, war sicher das stärkste Argument. Um eines klar zu stellen: Keines dieser Mittel ist schlecht. Jedes hat seine Existenzberechtigung und seinen Platz in der Naturmedizin, mit Recht, verdient. Wir finden in den oben aufgeführten Beispielen, wie auch in vielen anderen, wertvolle Inhaltsstoffe, die uns und unserer Gesundheit gut tun. Nur hat eben auch keines der Beispiele den Titel Wundermittel verdient. Der Begriff Superfood trifft es da sicher eher, wobei mir persönlich, dass bislang gebrauchte Verb gesund, immer völlig gereicht hat.
Euer Matthias

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